{"id":1137,"date":"2016-02-19T09:13:57","date_gmt":"2016-02-19T09:13:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eaid-berlin.de\/?p=1035"},"modified":"2016-02-19T09:13:57","modified_gmt":"2016-02-19T09:13:57","slug":"hintertuer-ins-iphone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kai-wittenburg.de\/?p=1137","title":{"rendered":"Hintert\u00fcr ins iPhone?"},"content":{"rendered":"<p>In den Medien wird derzeit \u00fcber einen Streit zwischen dem FBI\u00a0 und der Firma Apple berichtet, in dem es um den Zugang zu auf dem iPhone eines Verd\u00e4chtigen gespeicherten verschl\u00fcsselt gespeicherten Daten geht. Die US-Bundespolizei erhofft sich aus ihnen Erkenntnisse, die zur Aufkl\u00e4rung schwerster Straftaten beitragen k\u00f6nnten. Das Technologieunternehmen ist (bisher) nicht bereit, das f\u00fcr das iPhone verwendete Betriebssystem so umzuschreiben, dass Sicherheitsbeh\u00f6rden die kryptographischen an die gesch\u00fctzten Daten kommen.<\/p>\n<p>Wenn es nur um den Zugang zu diesen spezifischen Daten gehen w\u00fcrde, w\u00e4re die Angelegenheit nicht besonders brisant. Schon heute haben Strafverfolgungbeh\u00f6rden\u00a0 &#8211; nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland &#8211;\u00a0 die Befugnis, zur Aufkl\u00e4rung schwerer Straftaten auf gespeicherte Daten zuzugreifen.<\/p>\n<p>Der Ausgang des aktuellen Streits ist aber \u00fcber den konkreten Fall hinaus \u00e4u\u00dferst bedeutsam. Sollte Apple der Forderung nachgeben und eine Hintert\u00fcr zu den Daten einbauen, w\u00e4re damit die Sicherheit s\u00e4mtlicher iPhones in aller Welt infrage gestellt. Mehr noch: Es geht es nicht nur um das iPhone, sondern um s\u00e4mtliche informationstechnischen Systeme, denn nat\u00fcrlich richten sich entsprechende Forderungen auch an deren Hersteller und Betreiber. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass andere\u00a0 Technologieunternehmen, die sich nach den Enth\u00fcllungen von Edward Snowden viele Millionen US-Dollar in den verbesserten Schutz der gespeicherten Daten investiert haben, an die Seite ihres Konkurrenten Apple stellen.<\/p>\n<p>Niemand kann heute bezweifeln, dass Geheimdienste aus aller Welt die ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden \u00dcberwachungsm\u00f6glichkeiten einsetzen. Deshalb w\u00e4re es auch naiv anzunehmen, dass sie die neuen Chancen, die ein Hintereingang zu unseren Daten ihnen bietet, ungenutzt verstreichen lassen w\u00fcrden. Schlie\u00dflich w\u00e4re es nur eine Frage der Zeit, bis auch Kriminelle die vorprogrammierten Schwachstellen kennen und f\u00fcr ihre Zwecke verwenden &#8211; zu unser aller Schaden.<\/p>\n<p>Angesichts dieser weitreichenden Folgen bleibt zu hoffen, dass sich die US Beh\u00f6rden nicht gegen Apple durchsetzen. Denn es geht nicht nur um eine einzelne Hintert\u00fcr, sondern um die Aush\u00e4ndigung eines Generalsschl\u00fcssels zu vertraulichen Daten. Der damit verbundene Vertrauensschaden w\u00e4re unabsehbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Peter Schaar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Medien wird derzeit &uuml;ber einen Streit zwischen dem FBI&nbsp; und der Firma Apple berichtet, in dem es um den Zugang zu auf dem iPhone eines Verd&auml;chtigen gespeicherten verschl&uuml;sselt gespeicherten Daten geht. 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